Lehrstuhl für Physiologie

Ayurvedy and Yoga Symposium 2017
Graz Deklaration

Mehr "human" - weniger Technologie
Human.technology Styria | September 2017

In der westlichen Welt werden östliche Zugänge zur Medizin teilweise bestenfalls milde belächelt. Oder ins Umfeld von Voodoo und dergleichen geschoben, wie von Caroline Schober-Trummler. „Wir müssen Ayurveda oder Yoga aus der spirituellen Ecke herausbekommen“, so die Vizerektorin der Medizinischen Universität Graz. Denn es sei inzwischen eine Tatsache, dass nicht alle Krankheiten auf klassisch medizinischem Weg kuriert werden können. Nur Organe zu betrachten sei zu wenig. Psychologische Charakteristika, die soziale Umgebung und vieles mehr spielen eine Rolle beim Wohlbefinden und es brauche mehr als Medizin und Operation, um kranke Menschen zu heilen; zumal immer mehr Menschen mit der klassischen Medizin nicht zufrieden seien. Aus diesem Grund wolle die Medizinische Universität Graz nun verstärkt ihre West-Ost-Verbindungen nutzen und die wissenschaftliche Basis für östliche Heilzugänge vertiefen. Dabei gibt es schon jetzt interessante Erkenntnisse rund um Ayurveda, Yoga und Co. Der Kardiologe Rainer Picha berichtete von wissenschaftlichen und publizierten Studien, welche die Wirksamkeit von Ayurveda in der Therapie eindeutig belegen. Genau genommen geht es die Behandlung von Bluthochdruck, einem der größten Risikofaktoren für kardiovaskulare Erkrankungen bis hin zum Herzinfarkt. „Transzendentale Meditation oder Zen-Techniken haben nachweislich geholfen, den Blutdruck von Patientengruppen nachhaltig zu senken oder deren Stressbefinden zu verbessern“, erklärt der Mediziner, verweist auf mehrere wissenschaftliche Publikationen und meint, dass eine derartige Behandlung durchaus von Ärzten verschrieben werden könnte. Die Regierung von Luxemburg habe sogar Richtlinien für die Stressverringerung durch Meditation erlassen. In Indien nutzt man Vorteile wie Wirksamkeit gegen Übergewicht, Regulation des Blutdrucks oder Verbesserung des Stoffwechsels und Blutbildes schon seit Jahrhunderten. Seit 2014 gibt es sogar ein Ministerium für AYUSH, das die traditionellen Zugänge Ayurveda, Yoga, Unami, Siddha und Homöopathie bündelt, Ausbildungszentren, Universitäten und Krankenhäuser betreut, Außenstellen von Russland über Slowenien und Ungarn bis Argentinien betreibt und hofft, in Kooperation zwischen West und Ost die Menschheit voranzubringen“, so Rajagopala Shrikrishna vom Ministerium für AYUSH (All India Institute of Ayurveda). In der Steiermark forciert diese Kooperation der indisch stämmige Mediziner Nandu Goswami von der Medizinischen Universität Graz: „Wir müssen gemeinsam wissenschaftlich belegen, dass wir mit den traditionellen medizinischen Möglichkeiten nahezu alles heilen können; mit den Möglichkeiten des Westens und den Denkansätzen des Ostens.“ Ein möglicher Ansatzpunkt für gemeinsame Projekte ist die Steiermark als Referenzregion für aktives und gesundes Altern mit dem Ziel, die Zahl der gesunden Lebensjahre der SteirerInnen um mindestens zwei zu vergrößern, erklärt Katharina Weinzerl vom Humantechnologie-Cluster Steiermark. Erste Kontakte in diese Richtung wurden geknüpft. Die Veranstaltung wurde federführend von der Medizinischen Universität Graz, dem indischen Ministerium für AYUSH und der indischen Botschaft in Wien mit Unterstützung des Humantechnologie-Clusters organisiert.

"Wirkung der Salzaufnahme auf die Reaktivität von zerebralen Blutgefäßen"
November | 2016

Kooperationsprojekt mit Prof. Ines DRENJANČEVIĆ, Osijek, Kroatien

Stand Up & Go
HTS Botenstoff | 02/2017

Sauna: Richtig Schwitzen
Der Standard | 02/2017

Auf dem Kopf stehen: Sauerstoffboost
Der Standard | 06/2016

Woran erkranken Astronauten?
Die Presse | 10/2014

  • TEXT
  • TEXT
  • TEXT
  • TEXT